Bei den Rauchschwalben gibt es ein klares Schönheitsideal: Je länger die Schwanzfedern, desto attraktiver sind die Männchen für die Weibchen.
Wissenschaftlicher Name
Hirundo rustica
Grösse
Körperlänge 17-21 Zentimeter, Flügel-Spannweite 32-34 Zentimeter
Merkmale
Schwalben lassen sich an ihrem schlanken Körper, dem gegabelten Schwanz und den spitzen Flügeln erkennen. Diese Merkmale erlauben ihnen eine schnellen und wendigen Flug. Die Rauchschwalbe selbst kann an den langen Schwanz-Spiessen und an der roten Kehle von den anderen Schwalbenarten unterschieden werden. Im Flug ruft sie schnell «zwit-zwit-zwit». Setzt sie sich hin, hört man häufig ihr hastiges Zwitschern, das kratzende oder trillernde Elemente beinhalten kann.
Lebensraum
Die Rauchschwalbe ist stark auf den Menschen angewiesen, denn sie brütet am liebsten in Ställen oder Scheunen. Sie ist deshalb meist in landwirtschaftlich geprägten Landschaften zu finden, in der Regel nur unter 1000 Meter über Meer. Um genügend Nahrung zu finden, braucht die Rauchschwalbe viele Insekten – und dies bei jedem Wetter. Sie ist deshalb auf ein vielfältiges Kulturland in der Nähe ihres Nistplatzes angewiesen.
Lebensweise
Rauchschwalben sind Zugvögel, das heisst sie ziehen im Herbst nach Afrika, um dort zu überwintern. Dabei überqueren sie die Sahara, was sie zu Langstreckenziehern macht. Kommen die Rauchschwalben im Frühling zu uns zurück, beginnen sie mit dem Brutgeschäft. Dazu baut ein Paar ein kugeliges Nest aus Schlamm, Grashalmen und Speichel, meist direkt unter der Decke. Normalerweise brüten Rauchschwalben zweimal im Jahr, wobei der Erfolg sehr stark vom Wetter und damit dem Nahrungsangebot abhängt.
Nahrung
Sie ernähren sich von Insekten, die im Flug erbeutet werden. Besonders wichtig sind dabei Strukturen, bei denen die Rauchschwalben auch bei schlechtem Wetter noch fliegende Insekten finden können, zum Beispiel Hecken oder Obstgärten.
Gefährdung
Die Rauchschwalbe gilt in der Schweiz als potenziell gefährdet. Besonders bedroht ist sie durch den Verlust an geeigneten Nistplätzen, da moderne Viehställe häufig ungeeignet sind für die Rauchschwalben.